Götz Wienold

Schriftsteller, Linguist und Semiotiker

Literatur

Ich schreibe Stücke, Romane, Erzählungen und Essays, selten Gedichte.

Das Stück Wittgenstein in Cassino (2022) zeigt den Philosophen in italienischer Kriegsgefangenschaft nach Ende des Ersten Weltkriegs. Er hat den Weg gefunden, seine sexuelle Orientierung zu leben, wie den zu seinem ersten philosophischen Buch und zur Besitzlosigkeit. Im Krieg war er Kundschafter, wollte aber nie jemanden töten. Im Stück wird er sowohl als Jude wie als Homosexueller beargwöhnt, ja angegriffen. Da lege ich ihm in den Mund:

„Wenn ich nicht töte, w e i l ich Jude bin, bin ich gerne Jude. Wenn ich nicht töte, w e i l ich schwul bin, bin ich sehr gerne schwul. Wenn ich schwul bin, w e i l ich nicht töte, bin ich auch sehr gerne schwul. Und töte nicht. Was für ein dummes Wort, das w e i l, als wüßtest du da was!“ (S. 78)

Zeitgeschichte, Antisemitismus, Pazifismus und Homosexualität als treibende Themen meiner literarischen Arbeiten, sind hier im Kern verbunden.

 

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